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Alle Wege führen in die Cloud!

16.02.2022 - ERP, Industrie 4.0, Technologie

Quelle: Pixabay.com/geralt (bearbeitet durch PSI)
Quelle: Pixabay.com/geralt (bearbeitet durch PSI)

Ihr negatives Image in der Industrie hat sie längst abgelegt: Cloud statt On-Premises gilt als Hebel für mehr Flexibilität und verspricht mehr Produktivität bei gleichzeitig geringeren Kosten. Doch wer langfristig profitieren will, ohne sich in neue Abhängigkeiten zu begeben, sollte genau hinschauen.

Kaum mehr jemand sieht den IT-Himmel buchstäblich wolkenverhangen, wenn er an Cloud-Services denkt. Ganz im Gegenteil: Umfragen belegen, dass die Mehrheit der Unternehmen entweder bereits eine Cloud-Lösung im Einsatz hat oder über entsprechende Einführungspläne verfügt. Das betrifft Angebote aus allen drei Kategorien:

  • Infrastrukturen (Infrastructure-as-a-Service, IaaS)
  • Plattformen (Platform-as-a-Service, PaaS)
  • Software (Software-as-a-Service, SaaS)

Das Prinzip ist dabei immer gleich: Ein Drittanbieter hostet die Angebote und stellt sie den Anwendern über das Internet zur Verfügung. Jeder, der über einen Computer und eine Internetverbindung verfügt, kann sie folglich nutzen.

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Unverzichtbare Skalierungsmöglichkeiten

Insbesondere für Betriebe fallen weitere Vorteile ins Gewicht, u. a. die Einsparung von Kosten für Hard- und Software sowie für lokales IT-Personal, das z. B. ein firmeneigenes Datencenter betreut. Das Top-Argument sind jedoch die flexiblen Skalierungsmöglichkeiten: Wer einen Cloud-Service bucht, nutzt und zahlt genau die Menge an Ressourcen etwa Speicherkapazität oder Bandbreite – die er wirklich gerade benötigt. Auch kleinere Unternehmen können hierdurch Ressourcen beanspruchen, die ihnen bislang nicht zugänglich waren.

Skalierbarkeit ist auch das zentrale Argument, wenn es um Cloud-ERP-Lösungen geht. So lassen sich z. B. kurzfristige oder periodisch wiederkehrende Lastspitzen abfangen, ein organisches Wachstum vorantreiben oder deutlich einfacher als in der Vergangenheit externe Partner einbinden.

Alles in allem herrscht daher Einigkeit darüber, dass an Cloud-Services über kurz oder lang kein Weg mehr vorbeiführt. Dennoch gilt auch bei den Angeboten aus der Cloud: Der Teufel liegt im Detail.

Wer einen Cloud-Service bucht, nutzt und zahlt genau die Menge an Ressourcen, die er wirklich gerade benötigt.

Nicht ohne diese Details

Worauf gilt es also zu achten, um von allen Vorteilen eines Cloud-Services langfristig profitieren zu können? Das wichtigste Detail: Es sollte eine cloudnative Anwendung sein. Denn diese ist für die Integration in eine beliebige Cloud-Umgebung konzipiert. Hierdurch bewahren Unternehmen ihre Unabhängigkeit von einem bestimmten Cloud-Anbieter. Diese Hersteller- und Plattformunabhängigkeit entsteht durch die Verwendung von diskreten, wiederverwendbaren Komponenten – sogenannte Mikroservices. Sie fungieren wie Bausteine, die flexibel in einem Container gebündelt werden können. Diese Mikroservices arbeiten nahtlos zusammen, können aber gleichzeitig unabhängig voneinander skaliert, kontinuierlich verbessert und durch Automatisierungs- und Orchestrierungsprozesse schnell iteriert werden.

Das zweite Detail: einheitliche Installationsverfahren für On-Premises- und Cloud-Software. Sie gewährleisten einen einfachen und schnellen Wechsel zwischen den Nutzungs- und Lizenzmodellen, was zu erheblich kürzeren Projektlaufzeiten und weiteren Kosteneinsparungen führt. Diese Form der Standardisierung ist im Kontext der Digitalisierung der Schlüssel zur notwendigen Agilität und Flexibilität. Nur so können Unternehmen mit der erforderlichen Geschwindigkeit auf veränderte Bedingungen oder Anforderungen reagieren.

Was sie wissen sollten

  • Cloudnative Anwendungen: Sie lassen sich in beliebige Cloud-Umgebungen integrieren. Unternehmen bleiben hierdurch unabhängig von einem Anbieter. Sie bestehen aus Mikroservices, die sich flexibel zu einer Einheit bündeln und unabhängig voneinander skalieren und iterieren lassen.
  • Standardinstallationsverfahren: Sie gewährleisten den flexiblen Wechsel zwischen On-Premises- und Cloud-Angeboten, verkürzen Projektlaufzeiten und sparen Kosten.

Mit der PSI in die Cloud

Für die Neukonzipierung des MES ebenso wie für die Modernisierung des ERP-Systems PSIpenta zählen diese Details daher zu den Grundanforderungen an die Entwicklung. Ähnlich wie DevOps schlagen sie nicht zuletzt eine Brücke zwischen der Softwareentwicklung (Development) und dem IT-Betrieb (Operations): So lassen sich bereitgestellte neue Funktionen schneller und mit deutlich weniger Aufwand zum Einsatz bringen. Die verbesserte Zusammenarbeit schlägt sich sowohl in einer verbesserten Softwarequalität als auch im höheren Tempo von Neuentwicklungen und deren Realisierung nieder.

Gut vorbereitet in die Cloud

Wer Cloud-Services noch nicht nutzt, wird es früher oder später tun (müssen). Zu groß sind ihre Vorteile, die mitunter wettbewerbsentscheidend sein werden. Auf dem Weg dorthin sind Unternehmen gefordert, auf Details wie Cloud-Nativität und einheitliche Installationsmechanismen der Angebote zu achten. Nur dann wird der Wechsel in die Cloud zur echten Erfolgsgeschichte.  

Lesen Sie mehr zum Thema PSI Industrial Apps in unserer aktuellen Broschüre.

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Mathias Kulbe, PSI Automotive & Industry GmbH

Mathias Kulbe

Angefangen als Software-Entwickler gestaltet Mathias Kulbe heute als Leiter Entwicklung gemeinsam mit seinem Team die Modernisierung und permanente Weiterentwicklung der PSIpenta ERP- und MES-Standardprodukte. Sein Antrieb: Die kontinuierliche Umsetzung von Markt- und Kundenanforderungen in eine anwenderfreundliche Lösung.

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