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Aus der Praxis: Holz, Technik und IT – ein bewährtes Erfolgsteam

21.09.2022 - ERP, Industrie 4.0, MES, Erfolgsgeschichten

Quelle: Hargassner Ges mbH
Quelle: Hargassner Ges mbH

Nicht erst seit gestern produziert die HARGASSNER Ges mbH Anlagen für nachhaltiges Heizen. Dabei ist die Nachfrage stetig gewachsen und aktuell so hoch wie nie: 25.000 Anlagen wickelt das Familienunternehmen aus Österreich inzwischen ab und kann sich dabei auf die Unterstützung seines ERP-Systems PSIpenta verlassen. 

„Ich bau dir eine Heizung, bei der du nie wieder nachlegen musst!“, versprach Anton Hargassner zu Beginn der 80er Jahre seiner Frau. Er hielt sein Versprechen und noch viel mehr: 1984 gegründet, fertigt die HARGASSNER Ges mbH (Hargassner) seither hocheffiziente Holzheizungen und machte sich früh einen Namen als Vorreiter für umweltschonendes Heizen mit erneuerbarer Energie. Inzwischen umfasst das Repertoire Hackgut-, Pellets- und Stückholzheizungen, die sowohl in privaten Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnungsanlagen, Gasthäusern, Hotels und öffentlichen Gebäuden als auch in holzverarbeitenden und großen landwirtschaftlichen Betrieben zum Einsatz kommen. Mit der weltweit wachsenden Nachfrage ist auch das Unternehmen immer weitergewachsen und mit ihm seine IT-Landschaft. „Mit rund 500 Kesseln pro Woche produzieren wir in Dimensionen, die höchste Anforderungen an unsere Unternehmensprozesse und ihre Digitalisierung und damit natürlich an unsere IT stellen“, beschreibt Karl-Uwe Schernhammer, der als IT-Leiter sowohl die gesamte Technik und Infrastruktur als auch sämtliche Applikationen verantwortet.

Standardfunktionsbreite: Keine Anpassungen im Programmkern

Das Herzstück ist seit vielen Jahren das ERP-System PSIpenta. Gemeinsam mit integrierten Ergänzungsmodulen unterstützt der Branchenstandard alle Geschäftsprozesse des Fertigungsunternehmens, ist tief in die Automatisierung integriert und an weitere Lösungen gekoppelt. Dazu zählen z. B. ein Workflow für Eingangsrechnungen, ein Hochregallager, ein fahrerloses Transportsystem und ein eigenentwickelter Prüfstand. Dabei weiß der IT-Leiter ganz besonders die Funktionsbreite des Standardsystems zu schätzen: „Dadurch müssen wir im Programmkern keine Anpassungen vornehmen“, erklärt er. Geht es um kleinere Automatisierungen macht das IT-Team hingegen gerne von den Scripting-Optionen Gebrauch und hat z. B. eine eigene Reservierungsliste zur Terminplanung für Heizkessel programmiert, bestimmte Pflichtfelder vorbelegt und wiederkehrende Klicks automatisiert.

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Variantenkonfigurator: Eine statt unzählige Stücklisten

Neben der Kernanwendung setzt das Unternehmen auch einige integrierte ERP-Ergänzungsmodule ein. Eines der Wichtigsten ist der Variantenkonfigurator. Der Hintergrund: Die Heizungsanlagen gibt es in vielen Varianten – auf Wunsch sogar in individueller Ausprägung. Theoretisch müssen die Kolleginnen und Kollegen daher unzählige Stücklisten pflegen. Dank des Konfigurators bleibt ihnen dieser Aufwand erspart. Stattdessen aktualisieren sie lediglich die sogenannte Maximalstückliste, die sämtliche Variationen beinhaltet. So startete jede Planung mit einem allgemeinem Artikel, der mit der Artikelnummer „Kessel“ versehen ist. Die verschiedenen Kesseltypen sind hierunter mehrstufig gegliedert. Die eindeutige Stückliste für die Fertigung generiert das ERP-System erst durch die Konfiguration der Liste. „Das klingt banal, ist es aber nicht. Denn im Klartext bedeutet das, dass wir auch individuelle Aufträge nicht nachbearbeiten müssen. Und das spart enorme Aufwände“, beschreibt der IT-Leiter.

PSI Industrial Apps: Direkte Datenerfassung

Auf 80 mobilen Scannern installiert, spart auch der Einsatz der PSI Industrial Apps manuelle Dateneingaben – für die Warenannahme, für Rückmeldungen von Arbeitsgängen und Aufträgen sowie für Lagerbewegungen. So buchen Mitarbeiter heute standortunabhängig und direkt im ERP-System, wo sie früher händisch Daten eingeben mussten. Hierfür scannen sie QR-Codes, die z. B. auf Warenbegleitscheinen oder Fertigungspapieren zu finden sind. Die Apps zeigen zudem nur die für den jeweiligen Arbeitsgang relevanten Felder. Das vereinfacht die Bedienung, beschleunigt die Prozesse und schließt Fehler nahezu aus.

Durchgängigkeit: Integrierte Unternehmensabläufe

Richtig gut kommen auch die neuen Konfigurationsmöglichkeiten der Oberfläche in der neuesten PSIpenta-Version an. Reduzierte Filtermasken und Einzelsichten sorgen ebenso wie konfigurierte Dialoge für eine bessere Übersicht und damit für eine leichtere und schnellere Bedienbarkeit. „Letztlich profitieren wir vor allem von der vollständigen Integration aller Unternehmensabläufe in PSIpenta – angefangen bei der Erstellung eines Angebots über die Beschaffung und Produktion bis hin zur Kommissionierung, Lieferung und Fakturierung“, betont Karl-Uwe Schernhammer. „Aus meiner Sicht hängt darüber hinaus auch viel von der Zusammenarbeit zwischen Anwenderunternehmen und Anbieter ab. Und genau die funktioniert seit vielen Jahren als echte Partnerschaft, die sich mehr als bewährt hat.“

Letztlich profitieren wir vor allem von der vollständigen Integration aller Unternehmensabläufe in PSIpenta – angefangen bei der Erstellung eines Angebots über die Beschaffung und Produktion bis hin zur Kommissionierung, Lieferung und Fakturierung Karl-Uwe Schernhammer, IT-Leiter bei HARGASSNER Ges mbH

Goldrichtige Entscheidungen

Nachhaltige Holzheizungen auf Kundenwunsch fertigen – diese aus einem persönlichen und privaten Versprechen geborene Geschäftsidee hat sich längst als eine Goldrichtige erwiesen. Mit PSIpenta hat Hargassner auch IT-seitig vor vielen Jahren eine gute Entscheidung getroffen, um die Unternehmensgeschichte erfolgreich weiterzuschreiben und einmal zu belegen, dass Natur, Technik und Digitalisierung ein echtes Gewinnerteam sind.

Hargassner Ges mbH

Geschäftsfeld: Pellets-, Hackgut- und Stückholzheizungen (ink. Zubehör)

Produkte: Anlagen für nachhaltige Holzheizungen

Mitarbeiter: ca. 700

Hauptstandort: Weng im Innkreis (A)

Umsatz: ca. 100 Millionen Euro pro Jahr

Gründung: 1984

STefan Thalhammer, PSI Automotive & Industry GmbH

Stefan Thalhammer

Angefangen als Berater und Projektleiter, leitet Stefan Thalhammer inzwischen unser Team Österreich. Dabei ist er ein echter Experte, wenn es um erfolgreiches Projektmanagement und die Optimierung von Prozessen geht. Seine Maxime: immer die bestmögliche Lösung für die Anforderungen der Kunden zu finden. Sein Erfolgsrezept: Teamplay!

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